Blau-Weiss Linz muss nach drei Jahren in der Bundesliga runter. Der Traditionsklub beendete die Saison mit einer 0:3-Heim-Niederlage gegen den GAK. Die Linzer hatten im Vorjahr noch den Sprung in die Meistergruppe geschafft, doch der Abstieg kam nicht unverdient. Ohne Punkteteilung wäre es gar nicht erst zu diesem Showdown in der letzten Runde gekommen. Der GAK sicherte sich mit dem Sieg den Klassenerhalt. BW-Kapitän Seidl leistete sich einen katastrophalen Fehlpass, Lichtenberger zog aus 25 Metern ab und der GAK lag mit 1:0 voran. Der frühe Rückstand war ein Wirkungstreffer, vor allem weil der GAK nachsetzte und mit seiner aggressiven Herangehensweise Blau-Weiss nicht richtig ins Spiel kommen ließ. Kurz nach dem Seitenwechsel belohnte sich das Team von Ferdinand Feldhofer für den mutigen und entschlossenen Auftritt in diesem brisanten Match. Eine schöne Ballstafette schloss Hofleitner mit dem verdienten 2:0 ab. Der Widerstand der Linzer war damit zwar noch nicht gebrochen, doch es schien niemand mehr an die Sensation und eine Aufholjagd zu glauben. Der Abstieg der Linzer kommt jedenfalls nicht von ungefähr und ist auch alles andere als unverdient. Verspielt haben die Linzer den Klassenerhalt im Herbst, als Coach Mitja Mörec in 15 Ligapartien nur zehn Punkte holte. Andere Teams wie der WAC sicherten sich dagegen die Teilnahme am Europacup-Play-off. Der WAC gewann mit 2:0 gegen WSG Tirol und fixierte damit den Einzug in die Play-offs. Blau-Weiss Linz hingegen muss nun den bitteren Gang zurück in die zweite Liga antreten. Die Fans der Linzer waren enttäuscht und frustriert, als sie den Abstieg ihrer Mannschaft mitverfolgten. Der GAK-Abwehrchef Pines wurde von einem Bierbecher im Gesicht getroffen, als die Fans ihre Enttäuschung ausdrückten. Der Abstieg der Linzer wird sicherlich Konsequenzen für den Verein haben. Es bleibt abzuwarten, wie der Verein auf den Abstieg reagiert und welche Maßnahmen er ergreift, um wieder in die Bundesliga aufzusteigen.